Aus der Gründerzeit gibt es leider keine Niederschriften. Daher stützt sich die Chronik für die ersten Vereinsjahre auf die Aussagen von Zeitzeugen.

Ab ca. 1962 frönten die späteren Gründungsmitglieder Josef Lochner, Sebastian Springl, und Josef Angerer („Reiss’n Sepp“, der jedoch nie Vereinsmitglied war) dem Modellflug-Hobby. Initiator war Josef Angerer, der als erster ein Segelflugmodell vom Typ “ Bergfalke“ und Fesselflugmodelle hatte und die beiden befreundeten Sebastian Springl und Josef Lochner quasi mit dem Modellflug Virus ansteckte. Diese Interessengruppe gilt als die Wurzel unseres Vereins, auch wenn sie nicht von vornherein als Verein offiziell angemeldet worden war.

Im Februar 1966 fand die Gründung einer Fluggruppe im Gasthaus „Alpenblick“ in der Moossiedlung in der Gemeinde Bischofswiesen statt. Bekannte Gründungsmitglieder waren:

Willi Frohmader
Josef Lochner
Sebastian Springl
Erwin Machner
Walter Schellhorn
Peter Wiltsch
Hans Bachmaier

Die Gründungsmitglieder waren sich einig, eine Gruppe und keinen Verein zu gründen, da es zur damaligen Zeit nur sehr wenige Modellflug-Interessierte gab. . Im Gegenteil - der Modellflug war eine sehr exotische Freizeitbeschäftigung, die in der Berchtesgadener Region fast keinen Anklang fand. Da ist es mitunter passiert, dass man vom Bauern unter heftigem Protest und unter Zuhilfenahme einer Mistgabel lautstark von seinem Feld vertrieben wurde.

Die Gruppe gab sich den Namen „RCFG Berchtesgaden“ (Radio Control Fluggruppe Berchtesgaden).
Aus dem Emblem der Gruppe ist ersichtlich, dass der Segelflug im Mittelpunkt stand. Das Emblem entwarf Josef Lochner; er war Porzellan Maler. Das Segelflugmodell gibt sein selbst entworfenes Eigenbau-Modell wieder.

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Willkommen beim RC Modellflug Berchtesgaden

Vereinsgeschichte

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Willi Frohmader wurde dabei zum ersten Vorsitzenden gewählt. Willi Frohmader eröffnete Anfang/Mitte der 60er Jahre im Fuchsbau eine Bastelzentrale. Dort waren auch RC-Anlagen erhältlich. Der Vorschlag, einen Modellfliegerverein zu gründen kam von Willi Frohmader.Der Vorsitzende nahm am aktiven Vereinsleben jedoch so gut wie nie teil.Deshalb wurde im Februar 1967 Josef Lochner zum Vorsitzenden gewählt.

Die monatlichen Versammlungen wurden nach relativ kurzer Zeit vom Gasthaus Alpenblick ins Cafe Reissenlehen verlegt. Da dieses Cafe für Versammlungen ebenfalls nicht wirklich geeignet war, entschloss man sich für das Gasthaus Bachhäusl. Dort waren sogar Anfang der siebziger Jahre zweimal Modellflieger-Faschingsveranstaltungen.

Anfangs wurden vor allem Segelflugmodelle in Eigenbauweise erstellt und an verschiedenen Hängen in Bischofswiesen und Umgebung geflogen. Damals waren nicht alle Modelle mit RC-Anlagen ausgestattet (Freiflugmodelle).

Das Segelfluggelände am Roßfeld wurde vom damaligen Vorstand, Josef Lochner erkundet. Er besaß einen Ansichtskarten-Verlag und hatte mehrmals wöchentlich Ansichtskarten im Bereich des Roßfelds zu liefern und wurde somit auf das ideale Gelände aufmerksam.

Die Wettbewerbstätigkeit begann ab ca. 1967 mit der Teilnahme bei dem jährlich ausgetragenen Wettbewerb des Modellbauclubs Traunstein auf der Führmannalm.

Daraus entwickelte sich die sogenannte „Hangflugtournee“. Ursprünglich gab es die „drei Hangflugtournee“ (Führmannalm, Roßfeld, Kaiserbuche (Haunsberg/ Österreich). Später kam noch ein Fluggebiet, die Abtenau, dazu; somit wurde sie zur „vier Hangflugtournee“. Für diese Tournee wurde von der Kurdirektion Berchtesgaden ein Wanderpokal gestiftet. Anfang der achtziger Jahre kamen noch einige, österreichische Modellbau-Clubs mit ihren Fluggeländen dazu (Schlenken, St. Johann, Lungau) somit wurde sie zur „ Deutsch-Österreichischen Hangflugtournee“ umbenannt.

Anfang der siebziger Jahre entdeckte man u.a. auch den Trattberg (St. Kollomann/ Österreich) als ideales Segelfluggelände. Es wurde des Öfteren an Wochenenden von unseren Modellfliegern aufgesucht, sogar ein paarmal ein Zeltlager mit Übernachtung, Lagerfeuer und Grillen für interessierte Mitglieder organisiert. Am Trattberg wurden sogar Vereinsmeisterschaften abgehalten.

Mit steigender Mitgliederzahl mehrte sich auch die Modellvielfalt und somit auch die Zahl der Motorflugmodelle. Diese wurden auf allen möglichen Wiesen, u.a. auch im Pfaffenfeld, geflogen. Geflogen wurde so lange, bis sich Anlieger wegen der Lärmbelästigung beschwerten. Die damaligen Motoflugmodelle hatten durchweg Verbrennermotoren mit schlechten oder keinen Schalldämpfern.

Entstehung des Silbergs als Flugplatz

Auf der Suche nach einem geeigneten Modellflugplatz lenkte der Vorstand, Sepp Lochner, die Aufmerksamkeit auf den Silberg. Sebastian Springl veranlasste ein Genehmigungsverfahren bei den „Struber Jagern“ über Gerhard Schübel (Bruder des Mitglieds Alfred Schübel). Mit dem Argument „Mitnutzung als Hubschrauberlandeplatz“ erging die Genehmigung des Ausbaus. Mit Schaufel und Pickel war die Aufgabe nicht zu bewältigen. Der Chef der Baufirma Ilsanker in Bischofswiesen, ebenfalls Vereinsmitglied, wurde von Sebastian Springl, der verwandt zu Sepp Ilsanker war, um Hilfe gebeten. Sepp Ilsanker stellte ab 09.06.1978 für die Baumaßnahme eine Laderaupe und einen Lkw zur Verfügung. Da Alois Aschauer (Zickei Loisei, Vereinsmitglied) bei seinem Bruder Matthias Aschauer (Loipl), der einen Fuhrbetrieb für Sand und Kieslieferung betrieb und er als LKW Fahrer bei ihm arbeitete, konnte der benötigte Wegsand inklusive Lieferung zur Feinplanie der Piste zu besonders günstigen Konditionen bezogen werden. Durch die Mitgliedschaft von Erich Hasenknopf (seit 1967) stellte das Fuhrunternehmen Max und Ludwig Hasenknopf (Vater und Onkel unseres Mitglieds Erich Hasenknopf)einen Radlader und einen Lkw kostenlos zur Verfügung.

Sepp Griesser war zur damaligen Zeit als Vorarbeiter bei der Firma Schöndorfer tätig und übernahm die Koordination des Baus sowie die Organisation der Baumaschinen aus dem Fuhrpark seines Arbeitgebers für die Einebnung und Befestigung der Landepiste.

Die Ausmaße des Modellflugplatzes verursachten beinahe einen Rückbau, der aufgrund der engagierten Intervention von Gerhard Schübel dann doch nicht angeordnet wurde.

Am 26.06.1980 wurde der Hügel, der sich im Anflugbereich im Osten der Landebahn befand entfernt. Der Hügel hatte immer zu einer hohen Anflughöhe gezwungen, so dass die Piste zu kurz war, um ein Modell ausrollen zu lassen. Man behalf sich vor dem Abtragen des Hügels mit Fangnetzen und später einer Fichtenhecke am Westende der Piste zum Abfangen der Modelle. Das Fuhrunternehmen Hasenknopf stellte wiederum einen Radlader kostenlos bereit. Der Hügel konnte aber aufgrund der ungünstigen Bodenbeschaffenheit mit dem Radlader nicht komplett entfernt werden. (Bild)

Daher wurde ein Hydraulik-Bagger von einer anderen Firma durch ein Vereinsmitglied (Name leider nicht mehr bekannt) wieder zum Nulltarif organisiert. So konnte auch diese letzte Geländeveränderung mit Erlaubnis der BW bzw. StoV abgeschlossen werden.

Silvester 1997 entfernte man mit Unterstützung von Heribert Ailler, dem Erbauer der Aillerhütte, Bäume, die den Anflug zur Landung störten.

Im Juli 1999 entstand das jetzige Erscheinungsbild des Platzes im Zusammenhang mit dem Bau der Biathlonstrecke auf dem Silberg. Diese Maßnahme umfasste vor allem das Entfernen von Steinen, die zwar das Befahren des Platzes verhinderten, aber gefährliche Hindernisse beim Anflug waren. Die Firma Aschauer (Loipl) unterstützten die Maßnahme kostenlos mit einem Minibagger und einem Lkw.

Die Vereinsgeschichte des RC Modellflug Berchtesgaden e.V.
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